18/1 …Wie bitte? Achtzehn-Eintel-Plakat mit MEIN ZOLLVEREIN-Köpfen

Foto: Claudia Wagner

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Seit zwei Tagen hängt ein schickes 3,56 m × 2,52 m großes 18/1-Plakat neben dem SANAA-Gebäude. Es steht vorn an der Ecke Gelsenkirchener Straße / Bullmannaue. „18/1“ nennt man das Ding, gesprochen „Achtzehn-Eintel“. Ein tolles Ding! Vor allem wegen der aktuellen Annonce: „MEIN ZOLLVEREIN. Starke Geschichten aus dem Essener Norden.“ Das macht uns doch alle mindestens einen Kopf größer. Oder?
Uns auf jeden Fall, die rund 150 Leute, die vor und hinter den Kulissen mitgeholfen haben, dass wir so ein tolles Erzählbuch gemeinsam auf den Weg bringen. Danke an die RAG-Stiftung und die Stiftung Zollverein.

„MEIN ZOLLVEREIN – Das Buch!“ steht nun direkt unter den großen Köpfen auf dem Plakat und: „Feiern Sie mit uns am 19.02. um 19 Uhr im Erich-Brost-Pavillon, Kohlenwäsche (A 14)!“

So, jetzt wissen es alle, wo und wann wir das Buch präsentieren. Wir dachten, so eine prominente Stelle direkt an der Hauptverkehrsader ist eine super Stelle, damit keiner sagen kann, wir haben davon nichts gewusst. Und tatsächlich, heute freute sich Elke Zepig, die Inhaberin der Buchhandlung „Katzensprung“, auch eine MEIN ZOLLVEREIN-Erzählerin, am Telefon: „Gestern habe ich aus der 107 heraus das Plakat gesehen!“ Also: Guter Plan der Kommunikationsabteilung. Danke dafür.


Die Köpfe

Foto: Claudia Wagner

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Das wird jetzt garantiert eine lustige Zeit für Rainer Vitzthum, Johannes Maas, Michael Zamhöfer, Anne Caplan und Fatma Akbulut. Die Fünf stehen stellvertretend für die insgesamt 107 Geschichten der Erzählerinnen und Erzähler in unserem MEIN ZOLLVEREIN-Buch. Sie stehen für die Menschen im Stadtbezirk VI – Zollverein: für die Bergleute, oder sagen wir ruhig liebevoll die Kumpel, für die Geschäftsleute, für die Studierenden und Schüler, für die Designer, die mit der Folkwang Universität der Künste hier nun die Zukunft mit gestalten, und für die vielen mutigen Migranten, die zu einer Zeit kamen, als wir sie dringend gebraucht haben. In einigen MEIN ZOLLVEREIN-Geschichten erzählen junge Gastarbeiter von einst, wie sie die Zeit empfunden haben, und dass ihre Landsleute immer mit einem Dolmetscher eingefahren sind. Sie brauchten eigentlich gar kein Deutsch zu lernen. Sie wollte eh relativ schnell wieder zurück. Und dann kam alles ganz anders, und sie blieben, ebenso wie die Berliner, die Ostfriesen und die vielen anderen jungen Leute, die aus ganz Deutschland ins Ruhrgebiet abkommandiert wurden, um „die Kohlen aus dem Feuer“ zu holen. Auch die Kinder der Gastarbeiter erzählen im MEIN ZOLLVEREIN-Buch. Alltags- und Liebesgeschichten oder Geschichten über ihre Zerrissenheit zwischen den Großeltern in den Heimatländern und der Familie hier vor Ort.

HINTER DEN KULISSEN berichtet in der nächsten Woche, wie aus solchen Geschichten Kunst entstehen kann und schon entstanden ist. Wir freuen uns auf Eure Kommentare!

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