Mein Kunststück / Meine Orte

Foto: Peter Lippsmeier / Stiftung Zollverein

Foto: Peter Lippsmeier / Stiftung Zollverein

Der Schwerpunkt dieses von Diana Wesser geleiteten Workshops (2. bis 5. Januar 2014) lag auf der Verbindung von Emotionen/Erinnerungen und Orten/Gebäuden. Anhand ihrer MEIN ZOLLVEREIN-Geschichten gingen die Teilnehmer/innen auf Spurensuche im Stadtraum. Fragen waren dabei unter anderem: Worin besteht die Verbindung zwischen Ort und Geschichte, welche anderen Ebenen gibt es in einer Erzählung, neben der Sprache? Wie macht sich der Zeitunterschied zwischen der erzählten und der realen Zeit bemerkbar? Welche Geschichten überlagern sich in Raum und Zeit? Wie können die Geschichten mit ihren vielen sinnlichen Details an den jeweils ausgewählten Ort präsent gemacht werden?

Die Gespräche über die Zeche Zollverein spannten einen Bogen von all dem, was seit der Schließung verschwunden ist bis zu dem Potential, das neu entstanden ist. Themen waren vergangene, gegenwärtige und zukünftige Zeiten auf der Zeche, Perspektivwechsel und Möglichkeiten des Brückenschlagens zwischen Neuem und Altem, zwischen gestern und heute.

Die Teilnehmer/innen entwickelten die Idee, dass es Spaziergänge, Touren oder Routen geben müsste, auf denen sich der Besucher des Welterbes Zollverein hinaus in die Stadtteile bewegen könnte – und die Leute aus den Stadtteilen hinein in die Zeche. Denn, so die Meinung der Teilnehmer/innen: Die Leute kommen am Bahnhof an, fahren nach Zollverein und fahren dann wieder weg. Die Besucher bekämen keinen Bezug zum Stadtteil. Andererseits fühlten sich Anwohner nicht wirklich eingeladen nach Zollverein oder stünden der neuen Entwicklung dort eher skeptisch gegenüber. Es bräuchte also eine Bewegung in beide Richtungen: Leute aus den Stadtteilen hereinholen und Besucher von Zollverein in die Stadtteile hinauslocken.

Im Verlauf des Workshops suchten die Teilnehmer/innen konkrete Orte im Stadtraum auf und wählten für jede Geschichte auch mindestens einen Ort auf dem Zollverein-Gelände. Auffällig war, dass viele unterschiedliche Geschichten am selben Ort spielten. Zum Abschluss des Workshops visualisierten die Teilnehmer/innen individuelle Karten, in die sie die Orte und alle für die jeweilige Geschichte wichtig erscheinenden Details eintrugen. Diese Punkte wurden in eine große gemeinsame Stadtbezirks-Karte übertragen. Aus dem so zusammengetragenen Material und Wissen entstanden Ideen für die Präsentation der Geschichten auf dem Welterbe Zollverein und im Stadtraum sowie erste Ideen für mögliche Formate von Spaziergängen in beide Richtungen.

Impressionen aus dem Workshop MEIN KUNSTSTÜCK – MEINE ORTE (PDF, 13,94 MB)

6 Spaziergänge durch den Stadtbezirk VI – Zollverein (PDF 5,3 MB)

Ein Gedanke zu „Mein Kunststück / Meine Orte

  1. Friedel Bolus

    Ist ja richtig viel Material zusammengekommen hat auch großen Spass gemacht und bin auf das Endergebnis gespannt den es war ein sehr emotionaler Workshop eine Zeitreise zurück in die Vergangenheit hin zum neuen

    Antworten

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