MEIN ZOLLVEREIN am Set

(c) Hella Sinnhuber

(c) Hella Sinnhuber

Bitterkalt, eisiger Wind, 9 Uhr morgens. Komfortabler kann man das Fotoshooting für MEIN ZOLLVEREIN nicht beginnen! Das Novemberwetter zeigt sich von seiner besten Seite und wir starten an der neugotischen Thomaskirche am Stoppenberger Marktplatz. Fotograf Martin Steffen zaubert mit einem Licht-Reflektor Sonne in die Gesichter.
Die Sonne wärmt zwar nicht, sorgt aber für ein hübsches Lachen bei Jörg Schmitz, dem Erzähler, der als erster portraitiert wird. Auch bei den Unbeschuhten Karmelitinnen am Kapitelberg will die Sonne einfach nicht rauskommen. Der Reflektor hilft, und Karin Pyrowitz, nächste Shooting-Kandidatin, strahlt. Sie liebt den Blick, den man oben an der Stiftskirche Maria in der Not auf Zollverein hat.

Für jede Erzählerin und jeden Erzähler wird ein passender Ort zu ihrer bzw. seiner Geschichte gefunden. Ob in Schonnebeck, Stoppenberg oder Katernberg, oder – zwei Tage später – auf dem Dach der Kohlenwäsche, dem Gleisboulevard oder der Kokerei Zollverein. Der Riesen-Reflektor hinterlässt ordentlich Eindruck bei Passanten und Besuchern. Martin Steffen hat unter anderem bei Jim Rakete in Berlin gelernt und macht starke Fotos. Mittlerweile sind über 50 Portraits im Kasten. Das nächste Shooting findet am 28. November auf der Kokerei, im Katernberger Bürgerzentrum Kon-Takt, im TripleZ und im Ehrenhof auf Schacht XII statt. Solange es nicht regnet, ist alles gut. Und wenn doch? Dann wird der Schirm zur Requisite, wie beim Portrait von Johannes Maas.

Auch die filmische Dokumentation von MEIN ZOLLVEREIN hat begonnen. Vom 22. bis 24. November haben Anika Simon und Vilim Brezina die Erzähler-Workshops begleitet, Stimmen und Stimmungen eingefangen. So im Jugendzentrum Schonnebeck, einem Workshop mit selten gehörten und liebevollen Geschichten rund um Zollverein. Jetzt wird korrigiert, redigiert und gekürzt. Maximal 4000 Zeichen sollte eine geschriebene Geschichte lang sein. Das ist eindeutig zu wenig für viele Geschichten! Aber: In der Kürze liegt die Würze. Fortsetzung folgt.

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